Klar wird dabei, dass Mitteleuropa eine vom Menschen geprägte Kulturlandschaft hat. Ihre ganz besondere Artenvielfalt ist vom Menschen mit beeinflusst und von einer aktiven Bewirtschaftung der zumeist als natürlich empfundenen Lebensräume abhängig. Dies gilt ganz besonders für den Wald.

Nicht der Lebensvielfalt das Licht abdrehen

„Würden wir den Wald nicht bewirtschaften, wäre die Artenvielfalt wesentlich geringer. So brauchen etwa Mitteleuropas Tagfalter und viele Vogelarten lichte Wälder, um darin die geeignete Nahrung und Brutmöglichkeiten zu finden. Die Bedrohung für diese lichtbedürftigen Arten entsteht dann, wenn die Wälder immer dunkler werden und sich das Kronendach der Wälder zunehmend schließt. Dies erfolgt beispielsweise dadurch, dass Wälder großflächig aus Gründen des vermeintlichen Klima- und Biodiversitätschutzes außer Nutzung gestellt werden, weil der in den Bäumen gebundene Kohlenstoff im Wald verbleiben soll“, weist Kurt Ramskogler, Präsident BIOSA – Biosphäre Austria, Verein für dynamischen Naturschutz, auf einen Zielkonflikt in der EU-Politik hin.

Es gibt in Österreich von Natur aus seltene Waldlebensräume, die zum Beispiel von den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern freiwillig in das Naturwaldreservate-Programm des Bundes und in private Initiativen wie bei BIOSA eingebracht werden. Zahlreiche Waldbewohner wie Pilze, Insekten, Vögel und Fledermäuse sind häufig an Totholz und spezielle Kleinstlebensräume gebunden. „Wir unterstützen daher alle Aktivitäten, die zu einer Anreicherung von sogenannten Biotopholzbäumen im Wald führen. Das sind entweder Uraltbäume mit einem hohen Totastanteil, Bäume mit Spechtlöchern oder Mulmhöhlen, Bäume mit Verletzungen durch Blitzeinschlag, Sonderformen wie Mehrwipfeligkeit oder ganz einfach ein abgestorbener Baum“, erklärt Ramskogler.

 

Totholz und Biodiversität deutlich verbessert

„Dass sich in Richtung einer ökologischen Bewirtschaftung des Waldes sehr viel getan hat, beweisen die Daten der Österreichischen Waldinventur. Der Anteil an totem Holz, das aus ökologischen Gründen im Wald verbleibt, ist seit 1960 um das Dreifache gestiegen und liegt bei beachtlichen 30 Vorratsfestmetern je Hektar. Der Anteil an Veteranenbäumen ist ebenfalls deutlich gestiegen. Der diesbezügliche Teilindikator im Rahmen des Biodiversitätsindex Wald hat seit 2007 um beachtliche 8%-Punkte zugenommen“, weist Ramskogler auf die tatsächlichen Entwicklungen im österreichischen Wald hin.

Wissenswertes für Naturfreunde in Kurzvideos

„Mit der neu geschaffenen Wissensplattform „Mit der neu geschaffenen Wissensplattform Waldgeschichten (https://www.waldgeschichten.com)  werden der breiten Öffentlichkeit objektive Informationen zu all diesen Zusammenhängen bereitgestellt. Zudem zeigen die Bewirtschafter des Waldes auf dieser Plattform mit Kurzvideos, was sie tagtäglich im Wald leisten. Endlich besteht die Möglichkeit für Waldbesitzer, nicht nur Gutes zu tun, sondern auch interessierte Wald- und Naturfreunde darüber zu informieren“, so Ramskogler abschließend. (Schluss)

werden der breiten Öffentlichkeit objektive Informationen zu all diesen Zusammenhängen bereitgestellt. Zudem zeigen die Bewirtschafter des Waldes auf dieser Plattform mit Kurzvideos, was sie tagtäglich im Wald leisten. Endlich besteht die Möglichkeit für Waldbesitzer, nicht nur Gutes zu tun, sondern auch interessierte Wald- und Naturfreunde darüber zu informieren“, so Ramskogler abschließend. (Schluss)

BIOSA – Biosphäre Austria ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Eigentümern land- und forstwirtschaftlicher Flächen, die sich auf privater Basis bereit erklären, ausgewählte Flächen für Naturschutzprojekte zur Verfügung zu stellen. Derzeit betreut die BIOSA mehr als 3.500 Hektar Vertragsnaturschutzflächen. Damit ist sie – zumindest flächenmäßig – die größte Naturschutzorganisation Österreichs.

Rückfragehinweis:

BIOSA-Biosphäre Austria

DI Renate Haslinger – Geschäftsführerin BIOSA

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.biosa.at

 

 

PA waldgeschichten.com

 

 

 

Zurück nach oben

01 unterstuetzung
02 ministerium03 le142004 eu